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Junge Frau am Frühstückstisch stützt das Kinn auf die Hand
Gesunder Mund

Aphthen: Warum sie entstehen und was die Stelle beruhigt

2 Min. Lesezeit 02.09.2026

Aphthen sind kleine, rundliche Defekte der Mundschleimhaut mit hellem Grund und rotem Rand. Sie sind harmlos, aber im Verhältnis zu ihrer Größe erstaunlich schmerzhaft.

Dieser Artikel erklärt, was sie von Herpes unterscheidet, welche Auslöser bekannt sind und was in der akuten Phase entlastet.

Woran Sie eine Aphthe erkennen

Typisch ist eine rundliche oder ovale Stelle mit weißlich-gelbem Grund und einem deutlich roten Saum. Sie sitzt auf der beweglichen Schleimhaut, also an der Wangeninnenseite, an der Lippeninnenseite, unter der Zunge oder am Zungenrand.

Die häufigste Form misst wenige Millimeter, tritt einzeln oder zu zweit auf und heilt in ein bis zwei Wochen ohne Narbe ab. Seltener sind größere Formen, die tiefer reichen und länger brauchen.

Aphthen werden oft mit Herpes verwechselt. Der Unterschied ist gut erkennbar: Herpes sitzt außen an der Lippe oder am Lippenrand, beginnt mit Bläschen und ist ansteckend. Aphthen sitzen innen, bilden keine Bläschen und werden nicht übertragen.

Was sie begünstigt

Die eigentliche Ursache ist nicht abschließend geklärt. Bekannt sind mehrere Faktoren, die das Auftreten begünstigen.

Kleine Verletzungen. Ein Biss auf die Wange, eine Zahnspange, eine scharfe Zahnkante oder eine zu harte Zahnbürste.

Belastungsphasen. Viele berichten von Aphthen in Prüfungszeiten oder nach Schlafmangel.

Hormonelle Schwankungen. Bei manchen Frauen treten sie zyklusabhängig auf.

Nährstoffmangel. Ein Mangel an Eisen, Folsäure oder Vitamin B12 wird in Zusammenhang gebracht.

Bestimmte Lebensmittel. Nüsse, Zitrusfrüchte, Tomaten und stark Gewürztes werden häufig als Auslöser genannt.

Was in der akuten Phase entlastet

Meiden Sie, was die Stelle mechanisch oder chemisch reizt. Dazu zählen scharfe und stark salzige Speisen, Zitrusfrüchte, harte Krusten und heiße Getränke.

Putzen Sie mit einer weichen Bürste und lassen Sie die Stelle aus, ohne die übrige Mundhygiene zu vernachlässigen.

Kühles hilft vielen. Kaltes Wasser im Mund behalten oder an einem Eiswürfel lutschen dämpft den Schmerz für einige Minuten.

Spülungen halten den Bereich sauber, ohne die Stelle mechanisch zu belasten.

Wer regelmäßig Aphthen bekommt, kann über einige Wochen eine Zahnpasta ohne Natriumlaurylsulfat ausprobieren und parallel ein einfaches Tagebuch führen.

Wann zum Arzt

Lassen Sie abklären, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

  • eine Stelle heilt nach zwei Wochen nicht ab
  • die Aphthe ist ungewöhnlich groß oder sehr tief
  • Aphthen kehren mehr als vier- bis sechsmal im Jahr wieder
  • gleichzeitig treten Fieber, Hautveränderungen, Augenbeschwerden oder Beschwerden im Genitalbereich auf
  • die Beschwerden verhindern Essen und Trinken
  • erstmaliges Auftreten im höheren Lebensalter

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder zahnärztliche Diagnose.

Haben Sie noch Fragen?

Sind Aphthen ansteckend?

Nein. Aphthen werden nicht durch Viren oder Bakterien übertragen. Das unterscheidet sie von Herpes, der ansteckend ist und typischerweise außen an der Lippe auftritt.

Wie lange dauert eine Aphthe?

Die häufige kleine Form heilt innerhalb von einer bis zwei Wochen von selbst und ohne Narbe ab. Größere Formen brauchen länger.

Kann Zahnpasta Aphthen begünstigen?

Bei manchen Menschen scheint der Schaumbildner Natriumlaurylsulfat eine Rolle zu spielen. Wer häufig Aphthen bekommt, kann versuchsweise über einige Wochen auf eine Zahnpasta ohne diesen Zusatz wechseln.

Woran erkenne ich, dass mehr dahintersteckt?

Wenn Aphthen sehr häufig wiederkehren, ungewöhnlich groß sind oder zusammen mit Fieber, Hautveränderungen, Augenbeschwerden oder Beschwerden im Genitalbereich auftreten, gehört die Ursache ärztlich abgeklärt.

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Quellen & Hinweise

  • Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie: Patienteninformation Aphthen. mkg-chirurgie.de
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: Aphthen. gesundheitsinformation.de