Schonkost: Was der Magen nach einem Infekt verträgt
2 Min. Lesezeit 02.09.2026
Nach einem Magen-Darm-Infekt ist die Schleimhaut gereizt und die Verdauung arbeitet noch nicht wie gewohnt. Das Wichtigste in den ersten Stunden ist nicht das Essen, sondern die Flüssigkeit.
Dieser Artikel zeigt, womit Sie anfangen, was noch warten kann und wie schnell Sie zur normalen Kost zurückkehren sollten.
Zuerst die Flüssigkeit
Durch Erbrechen und Durchfall verliert der Körper Wasser und Salze. Beides muss zurück, bevor Essen wieder eine Rolle spielt.
Trinken Sie in kleinen Schlucken und über den Tag verteilt. Große Mengen auf einmal lösen bei gereiztem Magen leicht erneutes Erbrechen aus. Geeignet sind stilles Wasser, verdünnte Brühe und ungesüßter Tee. Eine Elektrolytlösung aus der Apotheke ersetzt Salze in ausgewogenem Verhältnis und ist Hausmitteln wie Cola mit Salzstangen deutlich überlegen.
Womit Sie anfangen
Essen Sie, sobald Appetit da ist, und erzwingen Sie nichts. Gut vertragen werden in der Regel:
- Zwieback, Weißbrot, Knäckebrot
- Haferschleim und Reisbrei
- Kartoffelpüree ohne Butter
- gedünstete Karotten
- zerdrückte reife Banane, geriebener Apfel
- klare Gemüsebrühe
Beginnen Sie mit kleinen Portionen und steigern Sie langsam. Lauwarm wird oft besser vertragen als sehr heiß oder kalt.
Was noch warten kann
Fettreiche und frittierte Speisen bleiben lange im Magen. Stark Gewürztes reizt die gereizte Schleimhaut zusätzlich. Rohkost und Hülsenfrüchte fordern die Verdauung mehr, als sie gerade leisten kann.
Milchprodukte werden nach einem Infekt häufig vorübergehend schlechter vertragen, weil die Schleimhaut Milchzucker eine Zeit lang schlechter aufnimmt. Probieren Sie sie später erneut aus.
Kaffee, Alkohol und sehr süße Getränke gehören ebenfalls in die zweite Reihe. Zucker in hoher Konzentration zieht Wasser in den Darm und kann Durchfall verlängern.
Zurück zur normalen Kost
Die frühere Empfehlung, tagelang bei Tee und Zwieback zu bleiben, gilt als überholt. Der Körper braucht Nährstoffe, um die Schleimhaut zu erneuern. Sobald eine Mahlzeit ohne Beschwerden bleibt, erweitern Sie den Speiseplan schrittweise über zwei bis drei Tage.
Wann zum Arzt
Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn einer dieser Punkte zutrifft:
- Anzeichen von Flüssigkeitsmangel wie sehr wenig Urin, trockene Schleimhäute, Schwindel beim Aufstehen oder ausgeprägte Schwäche
- Blut im Stuhl oder im Erbrochenen
- hohes Fieber
- Beschwerden, die länger als drei Tage anhalten
- Erbrechen, das kein Trinken zulässt
- Betroffen sind Säuglinge, Kleinkinder, sehr alte oder geschwächte Menschen
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung.
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Quellen & Hinweise
- Robert Koch-Institut: Ratgeber Gastroenteritis. rki.de
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: Magen-Darm-Infektionen. gesundheitsinformation.de


