Die Rollkur: Anleitung Schritt für Schritt
2 Min. Lesezeit 02.09.2026
Die Rollkur ist eine alte Anwendung mit einer einfachen Idee. Wer eine Flüssigkeit im Sitzen trinkt, benetzt damit nur den unteren Teil der Magenwand.
Durch den Wechsel zwischen vier Liegepositionen verteilt sich die Flüssigkeit über die gesamte Schleimhaut. Diese Anleitung beschreibt den Ablauf.
Die Idee dahinter
Der Magen ist ein Hohlorgan, das im Stehen und Sitzen nach unten hängt. Eine getrunkene Flüssigkeit sammelt sich deshalb am tiefsten Punkt und berührt nur einen Teil der Innenwand. Die obere Magenwand, der Bereich am Mageneingang und die seitlichen Abschnitte bleiben unberührt.
Die Rollkur nutzt die Schwerkraft. Wer nacheinander auf dem Rücken, auf der linken Seite, auf dem Bauch und auf der rechten Seite liegt, verteilt die Flüssigkeit über die gesamte Schleimhaut.
So gehen Sie vor
Vorbereiten. Legen Sie sich eine Unterlage zurecht und planen Sie ungestörte zwanzig Minuten ein. Ein Wecker hilft, damit Sie nicht auf die Uhr schauen müssen.
Trinken. Trinken Sie eine Tasse der lauwarmen Flüssigkeit zügig aus, nicht in kleinen Schlucken über mehrere Minuten. Sie soll als Menge im Magen ankommen.
Rückenlage, fünf Minuten. Legen Sie sich flach hin.
Linke Seite, fünf Minuten. Drehen Sie sich auf die linke Körperseite.
Bauchlage, fünf Minuten. Drehen Sie sich weiter auf den Bauch.
Rechte Seite, fünf Minuten. Zuletzt auf die rechte Körperseite.
Nachruhen. Stehen Sie langsam auf und essen und trinken Sie danach etwa dreißig Minuten nichts.
Die Reihenfolge ist nicht zufällig. Sie führt einmal um die Längsachse herum, sodass jede Wandregion einmal unten liegt.
Wann Sie es anwenden
Morgens nüchtern ist der günstigste Zeitpunkt, weil der Magen leer ist. Als zweiter Termin eignet sich der Abend, mindestens zwei Stunden nach der letzten Mahlzeit.
Üblich sind ein bis zwei Anwendungen am Tag über einige Tage. Danach sollte sich zeigen, ob es hilft.
Wann Sie darauf verzichten
Eine Rollkur ist nicht angebracht bei anhaltendem Erbrechen, bei starken oder plötzlich einsetzenden Schmerzen im Oberbauch und bei unklaren Beschwerden, die noch nie ärztlich eingeordnet wurden.
Wer nach einer Operation im Bauchraum oder mit einer bekannten Erkrankung von Magen oder Speiseröhre lebt, klärt die Anwendung vorher ärztlich ab.
Wann zum Arzt
Lassen Sie die Ursache untersuchen, wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen bestehen, regelmäßig wiederkehren, mit Gewichtsverlust einhergehen oder wenn Blut im Erbrochenen oder schwarz gefärbter Stuhl auftreten.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung.


