Sonnenbrand: Was der Haut jetzt hilft
3 Min. Lesezeit 02.09.2026
Ein Sonnenbrand meldet sich verspätet. Wenn die Haut zu spannen beginnt, liegt der Auslöser meist schon Stunden zurück, und die Entzündung hat gerade erst angefangen.
Dieser Artikel beschreibt, was in den ersten Stunden zählt, wie Sie richtig kühlen und ab wann Sie den Fall nicht mehr allein behandeln sollten.
Was bei einem Sonnenbrand in der Haut passiert
Der UV-B-Anteil des Sonnenlichts dringt in die oberste Hautschicht ein und schädigt dort das Erbgut der Hautzellen. Der Körper antwortet mit einer Entzündung. Die Gefäße weiten sich, Flüssigkeit tritt ins Gewebe, die Haut wird rot, warm und druckempfindlich.
Das dauert. Die ersten Anzeichen zeigen sich vier bis sechs Stunden nach dem Sonnenbad, das Maximum liegt nach zwölf bis vierundzwanzig Stunden. Wer wartet, bis die Haut spannt, hat den Schaden längst. Bleibt es bei Rötung und Spannen, ist der Sonnenbrand leicht. Bilden sich Blasen, reicht die Schädigung tiefer und die Heilung dauert deutlich länger.
Die ersten Stunden
Verlassen Sie die Sonne für den Rest des Tages. Jede weitere Minute UV-Strahlung verstärkt die Reaktion, die gerade erst begonnen hat.
Trinken Sie mehr als sonst, weil der Körper Flüssigkeit in die entzündete Haut verlagert. Tragen Sie weite Kleidung aus leichten Naturfasern. Enge Bündchen und raue Nähte reiben und halten die Wärme fest.
Kühlen, aber richtig
Ein Baumwolltuch in kühles Leitungswasser tauchen, ausdrücken und zehn bis fünfzehn Minuten auflegen. Danach eine Pause einlegen und bei Bedarf wiederholen.
Kühl heißt nicht eiskalt. Eiswürfel und Kühlakkus direkt auf der Haut schädigen das geschwächte Gewebe zusätzlich. Wickeln Sie ein Kühlelement in ein Handtuch und lassen Sie es nur wenige Minuten liegen. Eine kühle Dusche tut gut, sollte aber kurz bleiben, sonst trocknet die Haut weiter aus. Tupfen Sie das Wasser danach ab, statt sich abzurubbeln.
Anschließend braucht die Haut Feuchtigkeit. Geeignet sind leichte, wasserhaltige Produkte ohne Duftstoffe. Fette Salben legen sich wie ein Deckel auf die Haut und stauen die Wärme.
Was Sie besser weglassen
- Butter, Öl und Melkfett. Halten die Wärme im Gewebe fest.
- Quark auf offener Haut. Solange die Haut geschlossen ist, spricht wenig dagegen. Sind Blasen aufgegangen, gehört nichts Verderbliches auf die Wunde.
- Peelings und Bürsten. Die Haut löst die geschädigten Zellen selbst ab.
- Blasen aufstechen. Die Blasendecke ist ein natürlicher Wundverband.
- Erneute Sonne. Auch bewölkter Himmel lässt viel UV-Strahlung durch. Kleidung schützt verbrannte Haut besser als jedes Sonnenschutzmittel.
Bei Kindern gelten strengere Regeln
Kinderhaut ist dünner und hat weniger Eigenschutz. Sonnenbrände in den ersten Lebensjahren wirken sich stärker auf das spätere Hautkrebsrisiko aus als solche im Erwachsenenalter. Säuglinge unter einem Jahr gehören nicht in die direkte Sonne, und ein Sonnenbrand in diesem Alter gehört ärztlich beurteilt, auch wenn er harmlos aussieht.
Wenn die Haut sich schält
Das Schälen nach einigen Tagen ist der normale Abschluss der Heilung. Ziehen Sie lose Hautfetzen nicht ab, darunter liegt frische Haut, die bei Zug einreißt. Halten Sie die Stelle feucht, dann löst sich die alte Schicht von selbst. Die neue Haut bleibt für einige Wochen empfindlich gegenüber Sonne und Reibung.
Wann zum Arzt
Vereinbaren Sie einen Termin beim Arzt, wenn einer dieser Punkte zutrifft:
- Blasenbildung auf größerer Fläche oder im Gesicht
- Fieber, Schüttelfrost oder Übelkeit nach dem Sonnenbad
- starke Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit oder Kreislaufprobleme
- Sonnenbrand bei einem Säugling oder Kleinkind
- Beschwerden, die sich nach drei Tagen nicht bessern
- zunehmende Rötung, Schwellung oder Eiter als Zeichen einer Infektion
Kopfschmerzen, Übelkeit und ein steifer Nacken nach längerem Aufenthalt in der Sonne können auf einen Sonnenstich hinweisen und brauchen rasche ärztliche Abklärung.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung.
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Quellen & Hinweise
- Bundesamt für Strahlenschutz: Informationen zu UV-Strahlung und Hautschäden. bfs.de
- Deutsche Krebsgesellschaft: UV-Schutz und Hautkrebsprävention. krebsgesellschaft.de




