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Helles Badezimmer mit einem gefüllten Wasserglas auf der Ablage
Gesunder Mund

Richtig gurgeln: Anleitung und häufige Fehler

2 Min. Lesezeit 02.09.2026

Gurgeln sieht einfacher aus, als es ist. Wer zu viel Flüssigkeit nimmt oder zu kurz macht, benetzt vor allem den Mund und kaum den Rachen.

Diese Anleitung beschreibt den Ablauf und die Fehler, die am häufigsten vorkommen.

Was Gurgeln erreicht

Beim Gurgeln strömt Ausatemluft durch die Flüssigkeit im hinteren Mundraum. Dadurch wird sie in Bewegung gehalten und benetzt die Rachenwand, den weichen Gaumen und die Mandeln.

Was Gurgeln nicht erreicht: alles unterhalb des Kehlkopfs. Auf einen Infekt in den Bronchien hat es keinen Einfluss. Auch tief in den Mandelbuchten sitzende Beläge werden nicht ausgespült.

Die Anleitung

Kleiner Schluck. Nehmen Sie etwa zwanzig Milliliter, das entspricht einem großen Schluck. Ein voller Mund lässt sich nicht bewegen, die Flüssigkeit steht nur im Mundraum.

Kopf leicht in den Nacken. Nicht weit überstrecken. Der Rachen soll zugänglich sein, ohne dass Flüssigkeit unkontrolliert nach hinten läuft.

Laut bilden. Formen Sie beim Ausatmen ein langgezogenes A oder O. Das Geräusch ist kein Beiwerk, sondern das Zeichen, dass die Flüssigkeit tatsächlich in Bewegung ist.

Dreißig Sekunden. Atmen Sie zwischendurch durch die Nase ein, ohne den Kopf zu senken.

Ausspucken. Nicht schlucken.

Wiederholen. Zwei bis drei Portionen hintereinander. Erst dadurch wird die Fläche gleichmäßig erreicht.

Nachwirken lassen. Essen und trinken Sie etwa fünfzehn Minuten nichts.

Die häufigsten Fehler

Zu kurz. Zehn Sekunden fühlen sich lang an und reichen nicht.

Zu viel Flüssigkeit. Ein voller Mund verhindert genau die Bewegung, auf die es ankommt.

Nur eine Portion. Eine einzelne Ladung benetzt ungleichmäßig.

Direkt danach trinken. Das spült die Lösung sofort wieder weg.

Zu heiß. Reizt die Schleimhaut zusätzlich.

Kopf zu weit im Nacken. Erhöht das Risiko, sich zu verschlucken, und macht das Gurgeln unangenehm.

Bei Kindern

Gurgeln setzt voraus, dass zuverlässig ausgespuckt wird. Das gelingt den meisten Kindern ab etwa sechs bis acht Jahren.

Üben Sie zuerst mit klarem Wasser über dem Waschbecken. Erst wenn das funktioniert, ist eine Lösung sinnvoll. Bleiben Sie dabei.

Wann zum Arzt

Gurgeln lindert, ersetzt aber keine Abklärung. Was bei anhaltenden Halsschmerzen zu beachten ist und welche Anzeichen sofort ärztliche Hilfe erfordern, steht im Artikel Halsschmerzen: Was zu Hause tatsächlich hilft.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung.

Haben Sie noch Fragen?

Wie lange soll ich gurgeln?

Etwa dreißig Sekunden pro Portion, und das mehrmals hintereinander mit frischer Flüssigkeit. Zehn Sekunden reichen nicht aus, um die Rachenwand gleichmäßig zu benetzen.

Darf ich die Flüssigkeit schlucken?

Nein. Gurgellösungen sind zum Ausspucken gedacht. Spucken Sie jede Portion aus und trinken oder essen Sie danach etwa fünfzehn Minuten nichts, damit die Wirkung nicht sofort weggespült wird.

Ab welchem Alter können Kinder gurgeln?

Meist ab etwa sechs bis acht Jahren. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern ob das Kind zuverlässig ausspuckt. Üben Sie zuerst mit klarem Wasser, bevor Sie eine Lösung verwenden.

Wie warm soll die Flüssigkeit sein?

Lauwarm. Heiße Flüssigkeit reizt die ohnehin gereizte Schleimhaut zusätzlich, sehr kalte wird als unangenehm empfunden und man gurgelt dann zu kurz.

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